Anerkennung als Veranstaltung der Lehrerfortbildung

Mit Schreiben vom 06.07.2005 wurden die Kultusminister aller Bundesländer gebeten, die astrobux als Veranstaltung der Lehrerfortbildung anzuerkennen. Bisher liegen folgende Antworten vor.

* :  Bundesländer, in denen zur Zeit der astrobux 2005 Herbstferien sind.

 

Baden-Württemberg, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hat das Verfahren bei der Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen anderer Träger vereinfacht, d.h. es ist nicht länger notwendig, Anträge zur Anerkennung der Fortbildungsveranstaltung an die Schulverwaltung zu richten. Die Entscheidung über die Anerkennung trifft nun die Schulleitung. Dafür wird vorausgesetzt, dass das Angebot allgemein beruflich förderlich ist. Die Schulleitung kann nur dann die Lehrkraft vom Unterricht freistellen, wenn dies unter Berücksichtigung der schulischen Situation möglich ist. Diese Regelungen entsprechen der Verwaltungsvorschrift vom 21. Oktober 2002, die im Amtsblatt Kultus und Unterricht, Seite 343 f., veröffentlicht ist. Demnach wäre der Antrag auf Anerkennung von der an einer Teilnahme interessierten Lehrkraft unmittelbar der Schulleitung vorzulegen.

In unserer Informationsschrift "Kultus und Unterricht", Sonderheft Lehrerfortbildung, wird ein Hinweis auf die Veranstaltung aufgenommen.

[Stuttgart, den 21. Juli 2007   -   Aktenzeichen 24-6753.6/2438]

 

Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Auch die diesjährige Veranstaltung betrifft in Bayern fünf Schultage. Der ungekürzten Unterrichtserteilung ist aber gerade in dieser relativ frühen Phase des Schuljahres absolute Priorität einzuräumen. Daher kann das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus auch heuer diese Veranstaltung nicht allgemein als eine die staatliche Lehrerfortbildung ergänzende Maßnahme für bayerische Lehrkräfte anerkennen.

Es besteht jedoch auch dieses Mal Einverständnis, dass die zentrale staatliche Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen (ALP) bzw. das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) einen Referenten entsenden können. Sowohl die ALP als auch das ISB erhalten Abdruck dieses Schreibens.

[München, den 12.08.2005   -   III.7 - 5 P 4100 - 6.68 218]

 

Berlin, Berliner Landesinstitut für Schule und Medien

Im Land Berlin können Veranstaltungen freier Träger, die ganz oder überwiegend in der Unterrichtszeit stattfinden, nicht als Fortbildungsveranstaltungen anerkannt werden.

Es steht den Berliner Lehrkräften dennoch frei, an Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen, die von freien Trägern durchgeführt werden, sofern hierfür eventuell benötigter Sonderurlaub (bei Unterrichtsausfall) von der Schulaufsicht genehmigt wird, Teilnahmegebühren, Reisekosten u.a. müssen vom Teilnehmer selbst getragen werden.

[Schreiben vom 09.03.2003   -   AZ: Vw-SE 3. - Die fortbestehende Gültigkeit vorstehender Regelung wurde bestätigt mit eMail vom 07.07.2005  -  Sen BJS I D 7]

 

Brandenburg, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

[Die] Veranstaltung erkenne ich als im Interesse der Lehrerfortbildung (Ergänzungsangebot) im Land Brandenburg an. […] Die Entscheidung über die Teilnahme von Lehrkräften an der Veranstaltung treffen die staatlichen Schulämter bzw. die Schulleiter gemäß § 7 Abs. 1 der Sonderurlaubsverordnung.

Alle Kosten, die im Rahmen der Teilnahme anfallen, sind von den Teilnehmern selbst zu tragen. Die staatlichen Schulämter erhalten eine Kopie des Anerkennungsschreibens.

[Potsdam, den 26. Juli 2005    -    Gesch.-Z. 36.1])

 

*Bremen, Landesinstitut für Schule

Wir sehen […]  im Kontext sich ändernder Regelungen für Fortbildung […] von einer generellen Anerkennung der Fortbildungsmaßnahmen anderer Träger ab.

[…] Interessierte Lehrkräfte beantragen dann ggf. Dienstbefreiung zur Teilnahme bei ihrer Schulleitung. Diese wird auf der Grundlage der geltenden bremischen Regelungen und des Personalentwicklungskonzepts entscheiden. Eine Anmeldung kann dann direkt bei Ihnen erfolgen

[Bremen, den 16.09.2005    -    1-13]

 

Hamburg, Behörde für Bildung und Sport

Die Frage der Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen als Lehrerfortbildungen wird in den Bundesländern unterschiedlich behandelt.

In Hamburg gibt es diesbezüglich kein förmliches Verfahren, es liegt vielmehr in der Befugnis der jeweiligen Schulleitung, Lehrkräften den Besuch von Fortbildungsveranstaltungen durch die Gewährung von Sonderurlaub zu ermöglichen. Hierbei ist unter anderem abzuwägen, ob dienstliche Belange einer Beurlaubung entgegenstehen und insbesondere, ob Unterrichtsausfall vermeidbar ist.

Eine Anerkennung der Veranstaltung als Lehrerfortbildung wird nicht pauschal durch die Behörde ausgesprochen.

[Hamburg, den 29. August 2005    -    Az: B 601 - 2 N]

 

*Hessen, Institut für Qualitätsentwicklung

Das von Ihnen geplante Angebot akkreditiere ich auf Grund Ihres Antrags nach § 65 Hessisches Lehrerbildungsgesetz in Verbindung mit §§ 7 ff. IQVO. [….]

Für die Teilnahme an der Veranstaltung erhält eine hessische Lehrkraft 45 Leistungspunkte nach § 8 der IQ- und Akkreditierungsverordnung.

[Wiesbaden, den 24.08.2005   -   IQ-0202463-F003262]

 

Mecklenburg-Vorpommern, Landesinstitut für Schule und Ausbildung Mecklenburg Vorpommern (L.I.S.A.)

in Bezug auf Ihr o. g. Schreiben teile ich Ihnen mit, dass das L.I.S.A. Mecklenburg-Vorpommern die Bundesweite Fach- und Fortbildungstagung zur Astronomie und Raumfahrt, Buxtehude 17.  bis  21. Oktober 2005, als Lehrerfortbildung anerkennt.

Ich weise jedoch darauf hin, dass entstehende Kosten (Reisekosten, Teilnehmergebühren etc.) von Seiten des L.I.S.A. M-V nicht erstattet bzw. bezuschusst werden können.

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer regeln eigenverantwortlich ihre Freistellung vom Unterricht.

[Schwerin, den 30.08.2005   -   701-11]

 

*Niedersachsen, Niedersächsisches Kultusministerium

Niedersächsische Lehrkräfte haben die Möglichkeit, neben der dienstlichen Fortbildung Angebote anderer Träger, so genannter Dritter, zu nutzen und für die Teilnahme an diesen Veranstaltungen einen Antrag auf Sonderurlaub zu stellen. Über den Antrag entscheidet die zuständige Schulleiterin resp. der zuständige Schulleiter abschließend. Um den Unterrichtsausfall möglichst gering zu halten, sollten die Fortbildungsangebote überwiegend in der unterrichtsfreien Zeit liegen. Dies trifft auf Grund der Ferienregelung in Bezug auf niedersächsische Lehrkräfte für die o.a. Veranstaltung zu. Sonderurlaub für die Teilnahme an beruflichen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen kann nach der Niedersächsischen Sonderurlaubsverordnung erteilt werden, wenn dienstliche Gründe nicht entgegenstehen und die Teilnahme für die dienstliche Tätigkeit von Nutzen ist.

[Hannover, den 18.07.2005   -   22.7 - 84 219]

 

Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Schule und Weiterbildung

In Nordrhein-Westfalen gibt es seit 1996 keine "Anerkennung als Veranstaltung der Lehrerfortbildung" mehr (siehe unten).

Die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet, ob das Angebot eines weiteren Trägers im Interesse der Lehrerfortbildung liegt und wer an dieser Lehrerfortbildung teilnimmt. Entscheidungsgrundlage ist die schulische Fortbildungsplanung.

Frau Ministerin Barbara Sommer hat die Schulleiterinnen und Schulleiter gebeten, dass sie für Fortbildungen die unterrichtsfreie Zeit vorsehen, denn durch Fortbildung sollte keine Unterrichtsstunde ausfallen. Wenn Sie an Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus NRW interessiert sind, empfehle ich Ihnen, für Ihre Angebote vor allem Wochenenden und Ferienzeiten zu berücksichtigen.

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20 - 23 Nr. 3 Fort- und Weiterbildung;

Angebote weiterer Träger

RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 19. 7. 1996 (GABl. NW. I S. 155)

Lehrerinnen und Lehrer können außerhalb der staatlichen Lehrerfortbildung auch an Veranstaltungen weiterer Träger (öffentliche Träger, kirchliche Einrichtungen sowie Verbände, Vereine usw.) teilnehmen. Die Schulleiterin oder der SchulIeiter entscheidet, ob das Angebot eines weiteren Trägers im Interesse der Lehrerfortbildung liegt und wer an dieser Lehrerfortbildung teilnimmt. Für Angebote der Kirchen zur Lehrerfortbildung gelten die Vereinbarungen über kirchliche Lehrerfortbildung (BASS 20 - 52 Nr. 4 und BASS 20 - 53 Nr. 5).

1. Die Bewertung von Veranstaltungsangeboten der weiteren Träger durch die Schulleiterin oder den Schulleiter orientiert sich am Schul- und Unterrichtsbezug der jeweiligen Veranstaltung.

1.1 Zweck, Absicht und Ziel des Veranstaltungsangebotes,

1.2 Relevanz der Inhalte für Schule und Unterricht,

1.3 Übereinstimmung mit Richtlinien für den Unterricht,

1.4 Erweiterung der Handlungskompetenz durch erziehungswissenschaftliche, fachwissenschaftliche, fachdidaktische und unterrichts-praktische/funktionsbezogene Qualifizierung,

1.5 zeitliche und organisatorische Strukturierung des Fortbildungsangebotes.

2. Genehmigung von Sonderurlaub für die Teilnahme, Unfallschutz und Fahrtkosten

Die Ausnahme gemäß § 13 Abs. 2 SUrlV gilt als erteilt, wenn die Schulleiterin oder der Schulleiter die Veranstaltung unter Berücksichtigung der genannten Kriterien im Sinne der Schulentwicklung befürwortet. Die Veranstaltung eines weiteren Trägers ist eine dienstliche Veranstaltung im Sinne der unfallversicherungsrechtlichen Vorschriften, wenn die Schulleitung ein Interesse für die Lehrerfortbildung feststellt. Dies gilt auch für Veranstaltungen, die in der unterrichtsfreien Zeit liegen. Für Studienreisen, die in der Regel in den Ferien stattfinden und bei denen neben der beruflichen Qualifizierung ein erhebliches privates Interesse anzunehmen ist, besteht kein Dienstunfallschutz.

[Düsseldorf, den 26. August 2005   -   durch eMail]

 

Rheinland-Pfalz, Institut für schulische Fortbildung des Landes Rheinland-Pfalz (IFB)

… die o.a. Veranstaltung erkennen wir gem. Pt. 4.2 der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend vom 16.05.2003 als dienstlichen Interessen dienend an.

Urlaub aufgrund der Urlaubsverordnung kann nur gewahrt werden, wenn die Teilnahme für die dienstliche Tätigkeit von Nutzen ist und andere dienstliche Interessen nicht entgegenstehen.

Wir sind bereit, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel einer begrenzten Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung einen Fahrtkostenzuschuss zu gewähren. Voraussetzung dafür ist, dass ein entsprechender individueller Antrag spätestens unmittelbar nach Beginn der Veranstaltung an das IFB gerichtet wird. Wir weisen allerdings darauf hin, dass der Fahrtkostenzuschuss auf 25,00 festgelegt ist.

Anmeldungen zur Teilnahme an der Veranstaltung sind an den Veranstalter zu richten.

[Speyer, den 12.07.2005 - Mü.-An.]

 

(*)Saarland, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft

Saarländische Lehrkräfte können an der Veranstaltung teilnehmen, sofern dem keine dienstlichen Belange entgegenstehen.

[Saarbrücken, den 11.09.2005   -  G 2 - 7.5.4.2]

 

Sachsen, Sächsisches Staatministerium für Kultus

Ihr Angebot erweitert die durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus getragene Fortbildung, daher befürworten wir eine Teilnehme von interessierten Lehrkräften an o.a. Veranstaltung. Eine Freistellung dafür kann jedoch nur in Abhängigkeit von der Sicherung der Unterrichtsversorgung erfolgen. Die Regionalschulämter werden nachrichtlich von diesem Schreiben zur weiteren Veranlassung in Kenntnis gesetzt.

[Dresden, den 01.08.2005, Aktenzeichen 24-6753.60/1067/3]

 

*Sachsen-Anhalt, Landesinstitut für Lehrerfortbildung

Die Veranstaltung erhält die Reg.-Nr. WT 2/05-045-01 LISA. Die Veranstaltung wird als Ergänzungsangebot gemäß RdErl. des Kultusministerium vom 6.12.2001 (SVBl. LSA S. 59) anerkannt. (…) Gemäß den derzeit geltenden Bestimmungen ist den Teilnehmenden Dienstunfallschutz zu gewähren. Die Entscheidung über Dienstbefreiung/Sonderurlaub trifft die Dienststelle. Bezüglich der Reisekosten gelten die Bestimmungen für Ergänzungsangebote / Ersatzangebote zur staatlichen Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt.

[Halle(Saale), den 27.05.2005  -  D 3.1-84.215]

 

Schleswig-Holstein, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen

Ich bitte um Verständnis, dass ich für diese Veranstaltung lediglich die Anerkennung aus fachlicher Sicht aussprechen kann (siehe § 3 Abs. 8 e der Lehrerdienstordnung vom 05.07.1978). Für die Anerkennung eines "dringenden dienstlichen Interesses" und einer Dienstbefreiung sind im Einzelfall die Schulämter bzw. die Schulleiterinnen und Schulleiter zuständig.

Ein Dienst-Unfallschutz besteht nur, sofern eine Teilnahme aufgrund einer dienstlichen Anordnung erfolgt (s. § 31 Abs. 1 des Beamtenversorgungsgesetzes vom 24.08.1976).

Zuschüsse stehen für diesen Zweck leider nicht zur Verfügung.

[Kronshagen, den 18. August 2005 - IQSH 220 - 3341.10]

 

*Thüringen, Thillm - Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien

Wie von Ihnen beantragt, wird die o.a. Veranstaltung unter der Reg.-Nr. ALX-15-3 als Fortbildung für Thüringer Lehrerinnen und Lehrer anerkannt.

Ein Hinweis wird im nächsten Amtsblatt erscheinen.

Kosten können nicht übernommen werden

[Bad Berka, den 3. August 2005   -   ALX-15-3]