Echo zur astrobux 2003

Unaufgefordert eingegangene Zuschriften von Teilnehmern
*) Zuschriften von Referenten

... vor zwei Jahren bin ich bei der astrobux gewesen, hatte in dem Jahr im Rahmen meines Referendariats einen Astronomie WPK (Realschule) durchgeführt und war begeistert. Dieses Jahr kann ich leider nicht kommen. Das schleswig-holsteinische Ministerium hat den Codex "jede Stunde zählt" rausgegeben und in diesem Zusammenhang werden SH-weit vermehrt Fortbildungen gekürzt, bzw. gestrichen. Nehmen Sie mich bitte dennoch für die Zukunft nicht aus ihrem email-Verteiler heraus. Ich bin weiterhin über Informationen dankbar und vielleicht ändert sich die Einstellung bis 2005.

E. J., (S-H), 19.10.2003, (eMail)

... an die Tagung in Buxtehude denke ich gern zurück. Sie hat mir sehr gut gefallen, und mein Vortrag hat mir ebenfalls viel Freude gemacht.

Für die immense Mühe, die Sie bei der Vorbereitung und Durchführung der Tagung auf sich genommen haben, danke ich Ihnen sehr.

Bei meiner Station in Oldenburg habe ich Herrn Prof. Lange von der Oldenburger Universität von der Tagung "vorgeschwärmt" - er ist ebenfalls interessiert und wird wohl mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

*) Dr. H. S., 47506 Neukirchen Flynn (NRW), 23.10.2003

Die Teilnahme an der Astrobux und auch mein eigener Vortrag haben mir sehr viel Freude bereitet. Die Astrobux ist eine echte Bereicherung am Fortbildungshimmel, auch wenn das in den Verwaltungsetagen nicht immer erkannt wird. Ich bedanke mich für die Einladung und würde Sie auch in Zukunft gerne unterstützen, sei es als Vortragende oder als Multiplikator zur Anwerbung von Teilnehmern.

Bitte, richten Sie Frau Uffrecht ein herzliches Dankeschön für die Leitung des Tagungsbüros aus und auch den jungen Leuten um Daniel Sturm für die technische Unterstützung. Beides funktionierte angenehm reibungslos.

*) Dr. R. T., DLR, Berlin (BER), 24. 10. 2003

Die Astrobux war wieder sehr schön und für mich sehr motivierend aufgrund der neuen Ideen und Anregungen für den  (Astronomie-)unterricht. Die Vorträge haben eine Qualität, wie man sie sonst auf Fortbildungen kaum antreffen kann.

D. K., Herford (NRW), 24.10.2003 (eMail)

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals für diese Veranstaltung bedanken, die mir sowohl organisatorisch wie auch inhaltlich viel Freude bereitet hat.

*) R. S.; Meldorf (S-H), 26.10.2003 (eMail)

... ich möchte Ihnen ganz herzlich für die tolle Woche in Buxtehude danken, die Sie so gut organisiert haben. Es waren zwar manche Vorträge noch ein wenig schwer verständlich, aber schließlich ging es nicht nur mir als Schüler so, sondern auch so manchem Lehrer. Alles in allem glaube ich aber, dass das Niveau sehr gut war, denn so wurde man schließlich noch angeregt, auch nach dem Ende der Tagung sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen, um auch diese Stellen, die man bislang noch nicht verstanden hatte, zu bewältigen. Vor allem die Tatsache, dass überhaupt auch Schüler zu der Fortbildung zugelassen waren, empfinde ich als sehr lobenswert, denn eine so günstige und doch so qualitativ hochwertige Informationsquelle hat man auch in Zeiten des Internets nicht zur Hand.

N. B., Hermannsburg (NDS), 28.10.2003 (eMail)

...ich habe in der letzten Woche an der Astrobux teilnehmen dürfen und möchte mich auf diesem Wege noch einmal bei Ihnen für die sehr gelungene Veranstaltung bedanken. Ich habe sowohl für meinen Unterricht als auch für meine Tätigkeit am Landesinstitut in Hamburg sehr viele wertvolle Anregungen mitnehmen können. Leider war es mir aus dienstlichen Gründen nur möglich einen Workshop am Vormittag zu besuchen. Die Nachmittags- und Abendvorträge haben mich aber voll entschädigt.

R. B., Hamburg (HAM) 30.10 2003 (eMail)

Nach meinem Eindruck war es wieder eine sehr inhaltsreiche und harmonische Tagung, die bleibende Eindrücke hinterlassen hat.

*) M. R., Berlin (BER) 30. Oktober 2003 (eMail)

... herzlichen Dank für diese astronomische Weiter- und Fortbildung. Selten habe ich eine Woche so genossen wie die Astrobux in Buxtehude 2003.

B. M., Emleben (THÜ), 1. November 2003 (eMail)

Ihnen und allen Organisatoren noch einmal ein herzliches Dankeschön für die gelungene astrobux 2003, in der Hoffnung, dass es eine Fortsetzung geben wird !

E. H., Fürstenwalde, (BRA), 2. November 2003, (eMail)

Sobald wie möglich möchte ich im Unterricht etwas [ ... ] von den vielen interessanten Beiträgen auf der astrobux umsetzen. Ich habe sehr viel aufgeschrieben; das ging natürlich besonders gut im Workshop von Herrn Prof. Lotze zur Relativitätstheorie: begeisternde Vorlesung wie in meinen "alten Unitagen". Ich erwäge bereits, die spez. Relativitätstheorie in meinem 12-er Grundkurs einzuschieben; hinreichend interessierte Schüler habe ich. - Im Seminar von Herrn Backhaus habe ich mich näher mit dem Venusdurchgang beschäftigt. [ ... ] Vielleicht kann ich dafür auch meinen GK Physik interessieren. - Anregungen genug habe ich von der astrobux 2003 erhalten. Hoffentlich organisieren Sie 2005 wieder eine astrobux. Bitte, legen Sie sie unbedingt in die Ferien von NRW! Mit herzlichen Grüßen und nochmals vielem Dank für die begeisternde Tagung 2003 verbleibe ich ...

U.S., Düsseldorf (NRW), 2. November 2003

... möchte ich meinen Dank dahingehend zum Ausdruck bringen, daß insbesondere auf Grund Ihres Engagements wieder eine sehr interessante Astrobux stattfinden konnte. - Ich hoffe auch, daß jüngere Kollegen bereit sind, diese Arbeit fortzusetzen und es im Jahre 2005 wieder eine derartige Veranstaltung geben wird.

*) D. F., Berlin (BER), 2. November 2003

... möchte ich mich auf diesem Wege bei Ihnen noch einmal recht herzlich für die wieder super gelungene Astrobux bedanken.

Auf dem Auswertungsbogen konnte ich nur anstreichen, dass meine Erwartungen voll erfüllt wurden, aber da ich schon zum dritten Mal an der Astrobux teilnehme, sind meine Erwartungen auch schon so hoch gesetzt, dass sie eigentlich nur schwer zu erfüllen sind. Und das haben Sie mit Ihrem Team wieder einmal erreicht, ich habe viele Anregungen für meinen Unterricht mitgenommen, die ersten zwei schon umgesetzt und bin zur Zeit dabei, die Exkursion von Bremen - universum science center - in eine Schulveranstaltung umzusetzen. [ ... ] Ich würde mich sehr freuen, wenn es eine 4. Astrobux geben würde. Ich werde dann Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit ich wieder daran teilnehmen kann. Hoffentlich verläuft die neue Stundenverteilung in der Sek I in Brandenburg nicht so pessimistisch, wie es im Augenblick aussieht, denn dann bin ich vielleicht meine Wahlpflichtstunden in Astronomie los. Ich gebe weder die Hoffnung noch den Kampf darum auf.

S. R., Steinreich (BRA), 4.11.2003 (eMail)

... möchte ich mich noch einmal bei Ihnen für die sehr gelungene Fortbildungswoche in Buxtehude bedanken. Ich konnte sehr viele neue Anregungen für den Unterricht und meine eigene Wissensvervollständigung mit nach Eberswalde nehmen. Meine Schüler konnten schon anhand des von mir mitgebrachten Materials sich mit den neuen Forschungsergebnissen beschäftigen, und so ist ein kleiner Funke der Begeisterung bereits auf fruchtbaren Boden gefallen. Am Exkursionstag besuchte ich wie geplant in Bremen das Museum "Universum". Ich fand die Ausstellung hervorragend und habe auch im Museumsshop einige Dinge für den Unterricht gekauft. [ ... ] Ich denke, daß ich in den nächsten Jahren einmal mit meinem Physikleistungskurs eine Exkursion nach Bremen unternehmen werde. Vielleicht kann ich aber auch mit Schülern an der nächsten astrobux teilnehmen?

G. M., Eberswalde (BRA), 06.11.03 (eMail)

Ich möchte mich auch an dieser Stelle nochmals für die Vorbereitung und Durchführung der astrobux bedanken. Ich habe sehr viel Gutes über diese Tagung gehört und bin auch selber nach vier ausgesprochen interessanten und produktiven Tagen hochzufrieden wieder nach Hause gefahren. - Teile Ihrer Veranstaltung habe ich in meinem Leistungskurs Physik bereits umgesetzt; ein Schüler hat unter anderem ein sehr gutes Referat über die Saturnringe und die Gezeitenkräfte in der Nähe des Planeten gehalten.

D. B., Hannover (NDS), 19.11.2003 (eMail

… ich hatte [die Schüler] Diana H., Nadine V. und Hendrik B. "im Schlepptau", die … immer noch ganz begeistert von der Astrobux erzählen ….

E. H., Fürstenwalde (BRA), 17.12.2003 (eMail)

Die Woche in Buxtehude war in jeder Hinsicht ein sehr schönes Erlebnis.

*) Dr. J. W., Alfter (NRW), 30.12.2003 (eMail)

…  möchte jetzt diese Gelegenheit … nutzen, Ihnen … meine allergrößte Hochachtung für Ihre einzigartige Astronomie-Fortbildungsveranstaltung zum Ausdruck zu bringen. Ihre Astrobux, die ich schon 1999 besuchte, ist ein herausragendes Ereignis. Sie hat in jeder Beziehung das Niveau einer Konferenz von Fachwissenschaftlern, wie ich Ihnen nach langjähriger Tätigkeit in der Wissenschaft (leider nur Festkörperphysik) versichern kann. - Es würde mich sehr freuen, wenn Sie noch einmal die Kraft fänden, eine vierte Astrobux zu veranstalten bzw. wenn Sie einen geeigneten Nachfolger fänden.

Dr. J. F., Aalen (B-W), 29.01.2004 (eMail)

 

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Tagungen 

[Veröffentlicht in MNU 57/1 (15.01.2004) Seite 58-60   -   ISSN 0025-5866]

 

Astrobux 2003

- Vorbildliche Lehrerfortbildung -

Es ging ja "nur" um Astronomie und Raumfahrt, - um einen Teilbereich nur eines Schulfaches. Aber die Tagung hat gezeigt, dass hier ein ungeheures Potenzial für die Motivation unserer Schüler liegt: Aktuelle Wissenschaft, Forschung an vorderster Front, modernste Technik, Naturbeobachtung, neueste Erkenntnisse für den Entwurf eines modernen Weltbildes, - Faszination für junge Menschen!

Vom 20. bis zum 24. Oktober 2003 fand in der Halepaghen-Schule Buxtehude nach 1999 und 2001 die dritte ASTROBUX statt, - im Rahmen bundesweiter Lehrerfortbildung nun schon eine Veranstaltung mit Tradition. Vier Tage lang von 09:00 Uhr bis 21:30 Uhr ein dichtes Programm von jeweils drei parallelen Vorträgen und Workshops, - Exkursionen und Werksbesichtigungen in Buxtehude, Hamburg und Bremen, - eine solche Tagung mit ihrer aufwendigen Arbeit an Vorbereitung und Durchführung steht und fällt mit dem Idealismus einer oder weniger Personen. Herrn OStD a. D. Ulrich Uffrecht und seinen Helfern sei an dieser Stelle besonders gedankt. Die Schirmherrschaft hatte die Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Edelgard Buhlmahn übernommen. Ausgerichtet wurde die Tagung vom Arbeitskreis Astronomie im Deutschen Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e. V. in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Buxtehude, gefördert wurde sie durch die Robert Bosch Stiftung.

In 44 (!) Vorträgen, die sich als Abendveranstaltung über die anwesenden Lehrer und Schüler hinaus auch an die Buxtehuder Öffentlichkeit wandten, wurde bei hochkarätiger Referentenbesetzung u. a. informiert über das europäische Projekt des unbemannten Versorgungsraumschiffes ATV (Automated Transfer Vehicle), über die Vision der Mars Society von der Besiedlung des roten Planeten und ihrer Forschungsstation Mars Desert Research Station (MDRS) in der Wüste von Utah/ USA, über die Pläne eines flugzeuggetragenen Stratosphären-Observatoriums für Infrarot-Astronomie (SOFIA), über die europäische Mission zum Mond SMART-1, über das "unterirdische Teleskop" für Neutrinoastronomie von Gran Sasso/Italien. Im Rahmen einer Life-Schaltung zum Kontrollzentrum der Weltraumsonde SOHO (Solar and Heliospheric Observatory) in Washington DC/USA konnten erstmals Schüler ihre Fragen zur Sonnen- und Weltraumforschung direkt an den Projektleiter der ESA/NASA richten.

Weitere Referate stellten Unterrichtsentwürfe vor, handelten von Astronomie und Internet, von Sonnenuhren, von seltenen astronomischen Ereignissen, von der Schallausbreitung auf anderen Planeten, von Astronomie-Geschichte, von Röntgen- und Radioastronomie, von Infrarot-Astronomie, vom Zentrum der Milchstraße, vom Ursprung der Kosmischen Strahlung, von der Entstehung des Sonnensystems, von der Suche nach extrasolaren Planeten und der Suche nach Leben außerhalb der Erde.

Besonders erwähnt sei hier der Festvortrag "Reise durch Raum und Zeit" von Prof. Dr. Hanns Ruder, Universität Tübingen, und sein Vortrag "Dunkle Materie, dunkle Energie, finstere Gedanken - Zur Lage der Kosmologie", in dem er den gebannten Zuhörern verdeutlichte, dass wir aufgrund von neuesten Messungen über Satelliten die Parameter des sich beschleunigt expandierenden Universums zwar sehr genau kennen, dass aber die uns bekannte baryonische Materie nur 4 % des Inhalts des Universums ausmacht und wir von den restlichen 96 % keine Ahnung haben, was es sein könnte.

In zwölf Workshops konnten Lehrer und Schüler u. a. eine drehbare Sternkarte herstellen, sich grundschulgemäß mit Astronomie beschäftigen oder mit Sonnenenergie experimentieren, durch Vergleich heutiger Messdaten mit denen eines arabischen Himmelsglobus aus dem Jahr 1080 die Präzession der Erdachse nachweisen, selbst erstellte Astrofotos auswerten und himmelsmechanische und raumfahrttechnische Fragestellungen unter Anwendung von Schulmathematik lösen. An vier Vormittagen in Folge wurde die Spezielle Relativitätstheorie für den Unterricht aufgearbeitet.

Neben Lehrern, die über ihre meist experimentellen Unterrichtserfahrungen berichteten, waren unter den Referenten Professoren und Dozenten der Universitäten Bonn, Essen, Göttingen, Hamburg, Jena, Kiel, Münster, Potsdam, Rostock und Tübingen. Das Max-Planck-Institut (MPI) für Aeronomie Katlenburg-Lindau, das MPI für Radioastronmie Bonn, das MPI für extraterrestrische Physik Garching, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin Köln, Institut für Optische Informationssysteme Berlin, SOPHIA Program Bonn-Oberkassel, Institut für Planetenerkundung Berlin), die Firma EADS Space Transportation Bremen, das Olbers-Planetarium Bremen und die Sternwarten in Göttingen, Bonn, Nürnberg und Suhl waren, z. T. auch mit mehreren Referenten, vertreten. Die etwa 150 Teilnehmer fühlten sich in Buxtehude bzgl. Unterkunft und Verpflegung sehr gut betreut, waren aber am Ende der Tagungswoche dennoch angenehm erschöpft von dem hohen an sie gestellten geistigen Anspruch. Schade nur, dass aufgrund der ministeriell verordneten stark eingeschränkten Beurlaubungspraxis von den umliegenden Schulen aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen nicht mehr Lehrerinnen und Lehrer die sehr gelungene Tagung besuchen konnten.

Herwig Krüger